Einladung von Oberbürgermeister Werner Spec

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Vesperkirche in Ludwigsburg öffnet auch 2018 ihre Tore und steht damit Menschen in Not zur Seite. Wir können stolz sein auf die vielen ehrenamtlich Engagierten, die Herz zeigen und christliche Nächstenliebe vorleben gegenüber jenen, die die Schattenseiten des Lebens zu spüren bekommen. Ob obdachlos, in finanzieller Not oder auf der Flucht vor Terror und Tod – wie in vielen anderen Städten und Gemeinwesen im ganzen Land stehen auch wir in Ludwigsburg diesen Menschen bei, mit großer Hilfsbereitschaft und viel Energie.

Es ist dieses Engagement, das Menschen in schwierigen Situationen auffängt, Mut macht und auf dem Weg aus der persönlichen Krise begleitet. Die Vesperkirche ist einer dieser Orte, an denen diese Güte Gestalt annimmt. Sie bietet eine warme Mahlzeit an, setzt ein solidarisches Zeichen. Die Vesperkirche fängt jene auf, die gestrauchelt sind, und fragt nicht danach, ob selbstverschuldet oder nicht. In den vergangenen Jahren hat die Vesperkirche stets viele Kräfte der Gesellschaft ermuntert und mobilisiert, zu helfen und zu unterstützen. Ich bin zuversichtlich, dass dieses solidarische Zeichen weitere Menschen dazu bringen wird, für all jene da zu sein, die in Not leben. Deshalb danke ich all jenen herzlich und aufrichtig, die sich selbstlos dem Dienst an den Schwachen verschrieben haben.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, bitte helfen Sie, damit es unseren Mitmenschen besser geht. Ich freue mich auf Ihre finanzielle Unterstützung und auf Ihr ehrenamtliches Engagement.

Ihr

Werner Spec

Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg

(Schirmherr der Vesperkirche)

 

 

Landesbischof July und Oberkirchenrat Kaufmann laden ein

 

Vesperkirchen laden ein

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen
Wassers umsonst.“ (Offenbarung des Johannes 21,6)

„Selig sind, die da hungert und dürstet nach Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden.“ (Matthäus 5,6)

Dabei sein, satt sein, dazugehören: Das ist ein Recht, das alle Menschen haben, und auch ein Recht, das nicht für alle Realität ist. Sie dürsten an Leib und Seele, sie sind oder fühlen sich ausgegrenzt. Begegnung auf Augenhöhe kennen sie nicht.

Vesperkirchen helfen. Hier muss niemand hungrig oder durstig nach Hause gehen. Die Vesperkirchen lassen die biblische Verheißung vom Reich Gottes Wirklichkeit werden. Vesperkirchen setzen Zeichen. Sie machen deutlich, dass wir uns für eine gerechte Welt einsetzen müssen, solange Menschen Hunger und Durst haben.

Für die Arbeit der Vesperkirchen steht auch Gerlinde Kretschmann. Seit Jahren unterstützt sie die Arbeit der Vesperkirchen, besucht Vesperkirchen vor Ort, spricht mit Gästen und Mitarbeitenden und packt selbst mit an. Deshalb freuen wir uns sehr, dass Gerlinde Kretschmann die Schirmherrschaft für die Vesperkirchen in unserer Landeskirche übernommen hat und dadurch diese Arbeit in besonderer Weise unterstützt.

Wir danken auch allen anderen, die sich zum Teil schon seit vielen Jahren in den verschiedenen Vesperkirchen engagieren und dadurch diese Arbeit ermöglichen.

Den Gästen und Mitarbeitenden wünschen wir eine gesegnete Vesperkirchenzeit mit vielen guten Begegnungen.


November 2017


Dr. h. c. Frank Otfried July
Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann
Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg

Hier finden Sie das Grußwort im Original

 

 

Grußwort von Gerlinde Kretschmann / Schirmherrin der diesjährigen Vesperkirchen

G r u ß w o r t

Immer in den Wintermonaten öffnen die Vesperkirchen ihre Türen für Bedürftige. Die Kirchengemeinden im Land ergreifen Partei für arme und kranke Menschen, die am gesellschaftlichen Leben nicht mehr teilnehmen können. Sie helfen dort, wo es an den alltäglichsten Dingen fehlt: einer warmen Mahlzeit, medizinischer Versorgung oder schlichtweg dem Kontakt zu anderen Menschen. Für mich sind die Vesperkirchen ein Stück gelebte Nächstenliebe.

Gerne habe ich dafür die Schirmherrschaft übernommen.

Bereits seit 1995 gibt es das Konzept der Vesperkirchen. Seitdem haben viele Gemeinden im Land die Idee aufgegriffen und so sind es heute über 30 Initiativen, die einmal im Jahr für mehrere Wochen ihre Kirchenräume in Ess- und Aufenthaltsräume umgestalten.

Da Armut und Bedürftigkeit viele Gesichter haben, bieten die meisten Vesperkirchen umfassende Hilfeleistungen, die weit über ein Mittagessen zum symbolischen Preis hinausreichen. Beratung bei beruflichen  Schwierigkeiten und in Krisensituationen gehören ebenso zum Angebot, wie ein Frisörbesuch, eine Spielecke für Kinder oder Vorträge und
Konzerte.

Kurzum: In den Vesperkirchen finden Menschen, was sie für Leib und Seele
brauchen.

Viel zu oft nehmen wir es als selbstverständlich hin, dass wir im Wohlstand leben. Aber es gibt eben auch diejenigen in unserer Gesellschaft, deren Lebensweg anders verlaufen ist.

Mein Dank gilt daher allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrer Arbeit gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Mit ihrem Engagement sorgen sie dafür, dass Bedürftige die Wärme, Zuneigung und Achtung erfahren, die ihnen im Alltag häufig fehlt.

Darüber hinaus möchte ich die Bürgerinnen und Bürger herzlich bitten, die
Vesperkirchen auch in diesem Jahr wieder tatkräftig zu unterstützen.

Ihre

Gerlinde Kretschmann